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Geschützte Arten in Nordrhein-Westfalen


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Kornweihe  (Circus cyaneus (L.,1766))

EU-Code: A082

VS-Anh. I

Rote Liste 2010 NRW: 0
Rote Liste 1999 NRW: 0
Rote Liste D: 1
Status in NRW: B; Erhaltungszustand in NRW (ATL): S
Status in NRW: B; Erhaltungszustand in NRW (KON):
Status in NRW: R/W; Erhaltungszustand in NRW (ATL): G
Status in NRW: R/W; Erhaltungszustand in NRW (KON):

Kornweihe (Circus cyaneus)
© Foto: Martin Woike, Haan

Die Kornweihe ist ein schlanker, etwa 50 cm großer Greifvogel mit langen, schwach gewinkelten Flügeln und einem auffallend langen Schwanz. Die Männchen sind oberseits aschgrau gefärbt. Weibchen und unausgefärbte Jungtiere sind dunkelbraun gefärbt, und tragen auf der Brust gelblich-braune Streifen. Der Ruf besteht aus einem hohen gäckernden „gägägä“ sowie einem lang gezogenen klagenden „pi-äh“. Die Nahrung besteht vor allem aus Kleinsäugern und Kleinvögeln.

Kornweihen treten in Nordrhein-Westfalen sowohl als unregelmäßiger Brutvogel, vor allem aber als regelmäßiger Durchzügler und Wintergast auf. In den nordost-europäischen Hauptverbreitungsgebieten werden vorzugsweise Heide- und Moorgebiete, grünlandgeprägte Niederungen sowie im Küstenbereich auch Marschwiesen und Dünenflächen besiedelt. Zur Zugzeit erscheinen die Tiere ab Ende September/Anfang Oktober, überwintern mit einem Maximum von November bis Februar und ziehen bis Ende April/Anfang Mai wieder ab. Als Überwinterungsgebiete bevorzugt die Kornweihe weiträumig offene Moor- und Heidelandschaften sowie großräumige Bördelandschaften.

Die bedeutendsten Wintervorkommen liegen im Bereich des Vogelschutzgebietes „Hellwegbörde“ und in der Kölner Bucht, wo sie meist einzeln jagen und gemeinsame in größeren Schilfröhrichten Schlafplätze aufsuchen. Der Mittwinterbestand wird auf etwa 200 Individuen geschätzt (2015). Unregelmäßige Brutnachweise der Kornweihe liegen aus dem Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“ vor (2015).