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Geschützte Arten in Nordrhein-Westfalen


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Asiatische Keiljungfer  (Stylurus flavipes (Charp.,1825))

(Syn.: Gomphus flafipes, Gomphus flavipes, Gomphus flaripes, Stylurus flavipes)

EU-Code: 1040

FFH-Anh. IV

Rote Liste 2010 NRW: D
Rote Liste 1999 NRW: 1
Rote Liste D: G
Erhaltungszustand in NRW (ATL): G
Erhaltungszustand in NRW (KON):

Asiatische Keiljungfer (Stylurus flavipes)
© Foto: Bernd Kunz, Langenburg
Asiatische Keiljungfer (Stylurus flavipes)
© Foto: Bernd Kunz, Langenburg

Die Asiatische Keiljungfer (Gomphus flavipes) hat wie alle Flussjungfern einen gekielten Hinterleib, und erreicht eine Körperlänge von 50 bis 55 mm. Die Tiere haben grüne Augen, und sind an Brust und Hinterleib charakteristisch gelb und schwarz gezeichnet.

Ursprünglich kommt die Asiatische Keiljungfer an den Mittel- und Unterläufen von großen, mäandrierenden Flüssen vor. Seit einigen Jahren erscheint sie auch in Buhnenfeldern und Hafenbecken sowie an Kanälen. Geeignete Standorte liegen meist in strömungsarmen Buchten oder Gleithangzonen, mit strandähnlichen Uferbereichen und weisen ein sauberes Wasser auf.

Die Flugzeit reicht von Anfang Juni bis Ende August (selten bis Oktober). In langsam strömenden Gewässerabschnitten werden die Eier auf der Wasseroberfläche abgelegt. Über zwei bis drei Jahre entwickeln sich die Larven in sandigen, lehmigen oder schlammigen Bereichen der Gewässersohle. Ab Ende Mai/Anfang Juni verlassen die Larven das Gewässer, um sich oberhalb des Spülsaums direkt auf dem Boden zur flugfähigen Libelle zu häuten.

Aufgrund der verbesserten Wasserqualität ist in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren eine langsame Wiederbesiedlung von Rhein, Lippe und Weser zu beobachten. Insgesamt sind etwa 25 besiedelte Gewässerabschnitte mit bodenständigen Vorkommen bekannt (2013).