Artinformationen

Artenschutzmaßnahmen

  • Status und Habitat
  • Maßnahmen
  • Quellen

Bestandserfassung

Verbreitungskarten

Wimperfledermaus  (Myotis emarginatus (Geoff.,1806))

(Syn.: Isotus ciliatus, Vespertilio ciliatus)

Artspezifisch geeignete Kartiermethoden (Methodensteckbriefe)

1. Bestandserfassung Sommerlebensraum

1.1. Essenzielle Jagdhabitate

  • Zum Nachweis der Wimperfledermaus innerhalb des Untersuchungsgebiets und zur Lokalisierung von Jagdhabitaten der Art findet folgende Methodenkombination Anwendung:
  • artbezogen:
    • Im Rahmen des Monitorings kann für den Artnachweis auf der Maßnahmenfläche eine Kombination aus akustischer Erfassung mittels Transektkartierungen und stationären Erfassungsgeräten ausreichend sein. Aufgrund der vergleichsweise leisen und damit schwer erfassbaren Rufe der Art sind jedoch, wenn die genannten akustischen Methoden keinen Nachweis erbringen, für einen Präsenznachweis der Art Netzfänge erforderlich. Für weitergehende Fragestellungen sind Netzfänge in jedem Fall unabdingbar (Habhaftwerden von Sendertieren für Quartier- und ggf. Aktionsraumtelemetrie).

1.2. (Bedeutende) Flugrouten

  • Zur Erfassung von Flugrouten der Wimperfledermaus wird folgende Methodenkombination genutzt:
    • Im Rahmen der Ersterfassung:
    • Im Rahmen eines Monitorings:
    • artbezogen:
      • Aufgrund der vergleichsweise leisen und damit schwer erfassbaren Rufe der Wimperfledermaus ist neben der stationären akustischen Erfassung ggf. eine detektorgestützte Sichtkontrolle durchzuführen.

1.3. Quartiere

  • Zur Erfassung von Quartieren der Wimperfledermaus wird folgende Methodenkombination genutzt:
  • artbezogen:
    • Rein baumbewohnende Kolonien sind effektiv nur mittels Telemetrie aufzufinden. Ggf. können Quartiere auch mittels der gezielten Rückverfolgung von durch detektorgestützte Sichtbeobachtungen festgestellten Flugrouten ermittelt werden.

2. Bestandserfassung Wochenstubenkolonie / lokale Population

2.1. Populationsgröße

2.2. Aktionsraum der Kolonie

  • Sofern auf der Grundlage der vorliegenden Ergebnisse nicht ausgeschlossen werden kann, dass essenzielle Habitate der Art von einem Eingriff betroffen sind, muss die Bedeutung des jeweils betroffenen Teilhabitats für die jeweilige Kolonie näher bestimmt werden. Dazu wird die funktionale Bedeutung der Habitatbestandteile in der Regel mittels einer Aktionsraumtelemetrie ermittelt.
  • Bei der Wimperfledermaus stellt sich die Frage im Einzelfall, ob essenzielle Habitate erheblich betroffen sind.

3. Bestandserfassung Zwischenquartiere / Balzpopulation

3.1. Zwischenquartier (Ruhestätte)

  • Aufgrund des häufigen Quartierwechsels nach der Auflösung der Wochenstuben, ist eine artbezogene Bestandserfassung von Zwischenquartieren nicht zielführend.
  • Werden durch den Eingriff Quartiere beeinträchtig und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Verfügbarkeit von Baumhöhlen ein Schlüsselfaktor für das lokale Vorkommen darstellt, ist eine Erfassung des Baumhöhlen- bzw. Quartierpotenzials erforderlich. Eine Methode zur Potenzialabschätzung ist die Höhlenbaumkartierung während der laubfreien Zeit:

3.2. Balzquartier (Ruhestätte)

  • Die Balzquartiere der Wimperfledermaus liegen u.a. in der Nähe der Winterquartiere oder sind mit diesen identisch. Erfahrungen mit der Erfassung der Balzpopulation fehlen. Eine Erfassung der Balzpopulation wird bis zum Vorliegen etablierter Methoden bis auf Weite-res nicht empfohlen.

4. Bestandserfassung Winterquartier / Winterpopulation

5. Bestandserfassung Zug

  • Keine Erfassung sinnvoll, da keine fernziehende Art.

Literatur

  • Keine Angaben