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Bestandserfassung

Verbreitungskarten

Zippammer  (Emberiza cia L.,1766)

EU-Code: A378

VS-Art. 4(2)

Rote Liste 2016 NRW (Brutvogelarten): R
Rote Liste 2016 NRW (Wandernde Vogelarten): R
Rote Liste 2010 NRW: RS
Rote Liste D: 1
Status in NRW: B; Erhaltungszustand in NRW (ATL):
Status in NRW: B; Erhaltungszustand in NRW (KON): U

Zippammer (Emberiza cia)
© Foto: Heinz König, Menden
Zippammer (Emberiza cia)
© Foto: Martin Woike, Haan

Die 16 cm große Zippammer hat eine kastanienbraune, schwarz gestreifte Oberseite und eine zimtbraune Unterseite. Kopf und Kehle sind aschgrau gefärbt, Scheitel und Kopfseiten sind mit schwarzen Streifen gezeichnet. Der Ruf der Zippammer ist kurz und hoch („zip“) und kann vor allem bei Störung auch etwas gedehnt sein („zii“). Im Flug ist oft ein kurzer, harter und fast tonloser Triller („trrr“) zu hören. Der Gesang setzt sich aus rasch vorgetragenen, hohen Strophen zusammen, die meist mit einem „zip“ beginnen und dann in ein hell klingendes Auf und Ab übergehen. Die Nahrung besteht aus einer Vielzahl an Sämereien und Wirbellosen (besonders Insekten).

In Nordrhein-Westfalen kommt die Zippammer als sehr seltener Brutvogel vor. In ihrem südeuropäischen Hauptverbreitungsgebiet (vor allem Spanien, Südfrankreich, Italien, Balkan) besiedelt die wärmeliebende Art felsige Berghänge sowie Weinberglandschaften mit strukturreichen Legesteinmauern, kleineren Feldgehölzen und unbewirtschafteten Bereichen. Darüber hinaus kommt sie in aufgelassenen Steinbrüchen vor.

Regelmäßige Brutvorkommen in Nordrhein-Westfalen befinden sich vor allem im Siebengebirge sowie im Hochsauerlandkreis. Der Gesamtbestand wird auf unter 10 Brutpaare geschätzt (2015).