Auswertung WEA-empfindlicher und sonstiger planungsrelevanter Arten in Nordrhein-Westfalen

Vorbemerkungen

Die Realisierung von Windenergievorhaben kann zu bau-, anlage- und betriebsbedingte Beeinträchtigungen europarechtlich geschützter Arten führen. Bau- und anlagebedingte Wirkungen sind am unmittelbaren Standort der Windenergieanlage (WEA) beim Bau der Fundamente und im Mastfußbereich, aber auch an abseitigen Standorten für Kranstell-/Arbeitsflächen und Nebenanlagen, für den Leitungsbau und für Zuwegungen zur WEA möglich. Diesbezüglich sind im Rahmen der Artenschutzprüfung (ASP) grundsätzlich alle FFH-Anhang IV-Arten oder europäischen Vogelarten zu betrachten. Rein betriebsbedingte Beeinträchtigungen sind auf solche Arten beschränkt, die auf Störungen mit einem Meideverhalten reagieren oder ein erhöhtes Kollisionsrisiko aufweisen (sogenannte „WEA-empfindliche Arten“). Für die Planung von „Beschleunigungsgebieten“ zur Windenergienutzung in Nordrhein-Westfalen stellt das LANUV im Fachinformationssystem (FIS) „Geschützte Arten in NRW“ ein spezielles Auswertungs-Tool bereit, mit dem sich diejenigen europäisch geschützten Arten ermitteln lassen, die im Zuge der ASP zu betrachten sind. Dieser Auswertung liegt das nordrhein-westfälische Fachkonzept der planungsrelevanten Arten zu Grunde, das vom BVerwG mehrfach gebilligt worden ist (vgl. BVerwG v. 08.03.2018, 9 B 25.17, BVerwG v. 15.07.2020). Ausgewertet werden mit dem Tool entsprechende Artvorkommen, die im Datenbestand des LANUV auf der Basis von Messtischblatt-Quadranten (MTB-Q) verzeichnet sind.

Bau-, anlage- und betriebsbedingte Beeinträchtigungen stellen in einem „Beschleunigungsgebiet“ zur Windenergienutzung keine erheblichen Umweltauswirkungen bezüglich des Artenschutzes dar, sofern für die von dem Vorhaben betroffenen Arten fachlich anerkannte Schutzmaßnahmen realisiert werden. Für zahlreiche europarechtlich geschützte Arten finden sich entsprechende Maßnahmenkonzepte mit anerkannten Schutzmaßnahmen im „Methodenhandbuch zur Artenschutzprüfung NRW“. Darüber hinaus werden im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Anlage 1, Abschnitt 2 weitere anerkannte Schutzmaßnahmen für kollisionsgefährdete Brutvogelarten benannt. Die nachfolgenden Tabellen beinhalten eine Zusammenstellung dieser anerkannten Schutzmaßnahmen auf „Beschleunigungsgebiets“-Ebene entsprechend dem spezifischen Artenspektrum, das sich aus der MTBQ-Abfrage mit dem o. g. Auswertungs-Tool für das jeweilige Gebiet ergibt. Mit diesen Maßnahmen lässt sich hinreichend sicher ausschließen, dass durch das jeweilige Vorhaben die artenschutzrechtlichen Zugriffsverbote gemäß § 44 Abs. 1 BNatSchG ausgelöst werden.

Eine Widerlegung der Regelvermutung hinsichtlich des Vorkommens einer Art und der Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen ist schließlich im Rahmen der jeweiligen immissionsschutzrechtlichen Genehmigung einer konkreten WEA möglich. Der Standort einer einzelnen WEA umfasst räumlich nur einen (kleinen) Teilbereich des Beschleunigungsgebietes. Je nach Standort wird sich daher die Anzahl der von der WEA tatsächlich betroffenen Arten im Vergleich zum gesamten Beschleunigungsgebiet im Regelfall verringern, so dass sich auch der endgültige Maßnahmenbedarf für die einzelne Anlage gegenüber der gesamten Maßnahmenliste reduzieren wird. Dies lässt sich im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren im Rahmen der landschaftspflegerischen Begleitplanung klären sowie im Zuge der ökologischen Baubegleitung entsprechend realisieren. So ist der sichere Ausschluss eines Artvorkommens auf Grundlage der von dem konkreten WEA-Projekt nicht in Anspruch genommenen Biotoptypen mithilfe einer Biotopkartierung oder freiwillig erstellter aktueller Kartierdaten, die nicht älter als 5 Jahre sind, möglich.

Für das nach diesem Prüfschritt verbliebene Artspektrum werden die im Maßnahmenkatalog für das Beschleunigungsgebiet festgelegten Maßnahmen im Rahmen des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens für die jeweilige WEA umgesetzt. Der quantitative Umfang von Flächenmaßnahmen ist dabei auf denjenigen Flächenumfang begrenzt, der als Ausgleich für den Eingriff in den Naturhaushalt nach §§ 15 ff BNatSchG erforderlich ist. Insofern wird die Eingriffskompensation im Genehmigungsverfahren qualitativ so gestaltet, dass sie den betroffenen Arten zu Gute kommt.

Lediglich bei landesweit sehr seltenen Arten, die ein punktuelles Verbreitungsmuster aufweisen, lassen sich die Artvorkommen nur zuverlässig ausschließen, sofern dies nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und gegebenenfalls auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich ist. Die Abstimmung mit dem LANUV dient zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können sowie gegebenenfalls zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen. Mit dem LANUV wäre gegebenenfalls auch zu klären, inwiefern bei einer Betroffenheit von Natura 2000-Gebieten eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erforderlich ist und wie gegebenenfalls mögliche Beeinträchtigungen im Rahmen der Windparkkonfiguration oder durch andere Maßnahmen sicher ausgeschlossen werden können. Die grundsätzliche Nutzbarkeit des Beschleunigungsgebietes für die Windenergienutzung ist dadurch nicht in Frage gestellt. Einige dieser seltenen Arten kommen in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich nur (noch) in Natura 2000-Gebieten, Naturschutzgebieten oder Nationalparks vor. Beeinträchtigungen dieser Arten wären allenfalls bei WEA-Vorhaben im näheren Umfeld eines Schutzgebiets möglich. In diesen Fällen ist eine Abstimmung mit dem LANUV nur dann erforderlich, sofern die in Anspruch genommenen Flächen in einem Abstand von weniger als 500 m zu einem solchen Schutzgebiet liegen. Bei weiter als 500 m entfernt gelegenen Schutzgebieten sind in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich keine Beeinträchtigungen der Art zu erwarten.

Hinweis zu den Maßnahmenbeschreibungen in den nachfolgenden Tabellen: Sofern hier von einer „Inanspruchnahme“ die Rede ist, geht es um mögliche Beeinträchtigungen oder Zerstörungen entsprechender Flächen innerhalb eines Beschleunigungsgebietes. Zu betrachten sind dabei Flächenversiegelungen, die sich im Zusammenhang mit dem Bau einer WEA ergeben können (z.B. Fundamente, Nebenanlagen) sowie Leitungstrassen und Zuwegungen. Es wird hiermit klargestellt, dass es bei der „Inanspruchnahme“ von Flächen dagegen nicht um solche Bereiche geht, die allein von den Rotorblättern einer WEA überlagert werden.

1.) WEA-empfindliche Arten

Art Maßnahmen zur Minderung bau-/anlage- und betriebsbedingter Beeinträchtigungen
Vögel
  1. a.) Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen.
    b.) Keine Entnahme von Horstbäumen.

  2. Bauzeitenbeschränkung bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-100m) zu Horstbäumen:

    • 15.04. bis 31.08. (Baumfalke)
  3. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Entwicklung und Pflege von Nahrungshabitaten: Strukturierung ausgeräumter Offenlandschaften (Baumfalke)

    ODER

  4. Phänologiebedingte Abschaltung (Ausfliegen der Jungvögel) innerhalb des Zeitraums:

    • 15.07. bis 31.08. (Baumfalke)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Entnahme von Horstbäumen, Ziffer 1.b., sowie der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 2. und 3.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen, Grünlandflächen oder Säumen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen als Nahrungshabitate außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 01.04. bis 31.07. (Grauammer)
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Entwicklungsmaßnahmen im Acker (Grauammer)
      • Anlage von Grauammerfenstern (Grauammer)
      • Anlage / Entwicklung von Extensivgrünland (Grauammer)
  2. Realisierung einer kontrastreichen Farbgebung des unteren Mastbereiches zur Minderung des Kollisionsrisikos.

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 1. und 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen oder Grünlandflächen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen als Nahrungshabitate außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 15.03. bis 31.07. (Großer Brachvogel (B))
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Entwicklung und Pflege von Habitaten im Grünland (Großer Brachvogel (B))

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen oder Grünlandflächen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen als Nahrungshabitate außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 15.03. bis 31.07. (Kiebitz (B))
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Entwicklung und Pflege von Habitaten im Grünland (Kiebitz (B))
      • Entwicklung und Pflege von Habitaten im Acker (Kiebitz (B))
      • Anlage von Kiebitzinseln (Kiebitz (B))

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Röhrichten.

  2. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen sowie in direkter Nähe (0-100m) Röhrichten sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.04. bis 31.08. (Rohrweihe)
  3. Bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-100m) zu regelmäßig genutzten Schlafplätzen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.07. bis 31.08 (Rohrweihe)
  4. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen sind geeignete Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen:

    • Optimierung geeigneter Horststandorte (Anlage/ Entwicklung von Röhricht- und Schilfbeständen bzw. Ufersäumen) (Rohrweihe)
    • Entwicklung und Pflege von Extensivgrünland und Säumen (Rohrweihe)
    • Entwicklung und Pflege von Brachen (Rohrweihe)
  5. Bei Einhaltung einer Höhe der unteren Rotorunterkante von >50 m im Flachland (=atlantische biogeografische Region in NRW) beziehungsweise von >80 m in hügeligem Gelände (= kontinentale biogeo­grafische Region in NRW) sind keine weiteren betriebsbedingten Maßnahmen (Ziffern 5.1, 5.2) erforderlich. Andernfalls:

  6. Abschaltungen bei landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsereignissen sowie Senkung der Attraktivität von Habitaten im Mastfußbereich

    ODER

  7. Phänologiebedingte Abschaltung (Ausfliegen der Jungvögel) innerhalb des Zeitraums:

    • 15.07. bis 31.08. (Rohrweihe)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 2. bis 5.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. a) Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen.
    b) Keine Entnahme von Horstbäumen.

  2. Mindestabstand zwischen Mast und Horstbaum: Rotorkreisfläche + 50m.

  3. Bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-200m) zu Horstbäumen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.03. bis 31.07 (Rotmilan)
  4. Bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-200m) zu regelmäßig genutzten Schlafplätzen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.08. bis 30.09. (Rotmilan)
  5. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Entwicklung und Pflege von Habitaten im Grünland (Rotmilan)
    • Entwicklung und Pflege von Habitaten im Acker (Rotmilan)
  6. Abschaltungen bei landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsereignissen sowie Senkung der Attraktivität von Habitaten im Mastfußbereich

    ODER

  7. Phänologiebedingte Abschaltung (Ausfliegen der Jungvögel) innerhalb des Zeitraums:

    • 15.06. bis 31.07. (Rotmilan)

    ODER

  8. Antikollisionssysteme

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 2. bis 6.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. a) Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen.
    b) Keine Entnahme oder Beeinträchtigung von Horstbäumen.

  2. Bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-200m) zu Horstbäumen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.04. bis 31.07 (Schwarzmilan)
  3. Bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-200m) zu regelmäßig genutzten Schlafplätzen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.08. bis 30.09. (Schwarzmilan)
  4. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Entwicklung und Pflege von Nahrungshabitaten (Grünland) (Schwarzmilan)
    • Gewässerrenaturierung, Entwicklung von Nahrungsgewässern (Schwarzmilan)
  5. Abschaltungen bei landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsereignissen sowie Senkung der Attraktivität von Habitaten im Mastfußbereich

    ODER

  6. Phänologiebedingte Abschaltung (Ausfliegen der Jungvögel) innerhalb des Zeitraums:

    • 15.06. bis 31.07. (Schwarzmilan)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 2. bis 5.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. a.) Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen.
    b.) Keine Entnahme oder Beeinträchtigung von Horstbäumen.

  2. Mindestabstand zwischen Mast und Horstbaum: Rotorkreisfläche + 150m.

  3. Bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-300m) zu Horstbäumen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 15.03. bis 31.08. (Schwarzstorch)
  4. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Entwicklung von Nahrungshabitaten (Schwarzstorch)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 2. bis 4.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei Einhaltung einer Höhe der unteren Rotorunterkante von >50 m im Flachland (=atlantische biogeografische Region in NRW) beziehungsweise von >80 m in hügeligem Gelände (= kontinentale biogeografische Region in NRW) sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

  2. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Strukturierung ausgeräumter Offenlandschaften (Uhu)
    • Entwicklung von Brachen (Uhu)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffer 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen oder Grünlandflächen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen als Nahrungshabitate außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 01.05. bis 31.07 (Wachtelkönig)
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Wiedervernässung von Feuchtgrünland (Wachtelkönig)
      • Entwicklung von extensivem Grünland (Wachtelkönig)
      • Entwicklung von Habitaten im Acker (Wachtelkönig)
  2. Realisierung eines schallreduzierten Nachtbetriebs.

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 1. und 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Phänologiebedingte Abschaltung (Ausfliegen der Jungvögel) innerhalb des Zeitraums:

    • 15.05. bis 30.06. (Wanderfalke)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Entwicklung und Optimierung von Nahrungshabitaten im Grünland und Acker (Weißstorch)
    • Entwicklung und Optimierung von Nahrungshabitaten an Gewässern (Weißstorch)
  2. Abschaltungen bei landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsereignissen sowie Senkung der Attraktivität von Habitaten im Mastfußbereich

    ODER

  3. Phänologiebedingte Abschaltung (Ausfliegen der Jungvögel) innerhalb des Zeitraums:

    • 01.07. bis 15.08. (Weißstorch)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 1. und 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. a.) Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen.
    b.) Keine Entnahme oder Beeinträchtigung von Horstbäumen.

  2. Bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-200m) zu Horstbäumen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 15.04. bis 31.08. (Wespenbussard)
  3. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Nutzungsverzicht von Einzelbäumen; Erhöhung des Erntealters in Altholzbeständen (Wespenbussard)
    • Optimierung von Nahrungshabitaten im Offenland (Wespenbussard)
    • Optimierung von Waldbereichen (Auflichtungen, Anlage von Schneisen, Anlage von Waldlichtungen) (Wespenbussard)
  4. Senkung der Attraktivität von Habitaten im Mastfußbereich

    ODER

  5. Phänologiebedingte Abschaltung (Ausfliegen der Jungvögel) innerhalb des Zeitraums:

    • 15.07. bis 31.08. (Wespenbussard)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Entnahme von Horstbäumen, Ziffer 1.b sowie der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 2. bis 4.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei Bautätigkeiten in direkter Nähe (0-100m) zu regelmäßig genutzten Schlafplätzen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.07. bis 31.08. (Wiesenweihe)
  2. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen, Grünlandflächen oder Säumen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen als Nahrungshabitate außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 15.04. bis 31.08. (Wiesenweihe)
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Entwicklung und Pflege von Extensivacker, Brachen und Säumen (Wiesenweihe)
  3. Bei Einhaltung einer Höhe der unteren Rotorunterkante von >50 m im Flachland (=atlantische biogeografische Region in NRW) beziehungsweise von >80 m in hügeligem Gelände (= kontinentale biogeografische Region in NRW) sind keine weiteren betriebsbedingten Maßnahmen (Ziffer 3.1, 3.2) erforderlich. Andernfalls:

  4. Abschaltungen bei landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsereignissen sowie Senkung der Attraktivität von Habitaten im Mastfußbereich

    ODER

  5. Phänologiebedingte Abschaltung (Ausfliegen der Jungvögel) innerhalb des Zeitraums:

    • 15.07. bis 31.08. (Wiesenweihe)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 1. bis 3.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Entwicklung und Pflege von lichten Waldbeständen (Ziegenmelker)
    • Entwicklung und Pflege von halboffenen Heiden, Sandtrockenrasen und Moorrändern (Ziegenmelker)
  2. Realisierung eines schallreduzierten Nachtbetriebs.

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 1. und 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Ruhe-/Schlaf- und Trinkgewässern.

  2. Bei Bautätigkeiten in einem Abstand von <100m zu regelmäßig genutzten Ruhe-/Schlaf- und Trinkgewässern sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.10. bis 15.04. (Blässgans (R/W))
    • 01.11. bis 31.03. (Kurzschnabelgans (R/W))
    • 01.10. bis 28.02. (Saatgans (R/W))
    • 01.11. bis 31.03. (Kurzschnabelgans (R/W))
    • 01.11. bis 31.03. (Weißwangengans (R/W))
    • 01.11. bis 31.03. (Zwerggans (R/W))
    • 15.10. bis 31.03. (Singschwan (R/W))
    • 01.11. bis 28.02. (Zwergschwan (R/W))
  3. Anlage von Nahrungshabitaten außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA:

    • Maßnahmen zur Herstellung von Nahrungshabitaten im Grünland (Arktische Wildgänse (R/W), Arktische Schwäne (R/W))
    • Maßnahmen zur Herstellung von Nahrungshabitaten im Acker (Arktische Wildgänse (R/W), Arktische Schwäne (R/W))

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffern 2. und 3.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen oder Grünlandflächen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen als Nahrungshabitate außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 15.09. bis 15.12. sowie 15.02. bis 15.04. (Kiebitz (R/W))
      • 15.08. bis 15.12. sowie 15.02. bis 30.04. (Goldregenpfeifer (R/W))
      • 15.08. bis 15.12. sowie 15.02. bis 15.04. (Großer Brachvogel (R/W))
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Anlage bzw. Entwicklung von Extensivgrünland auf feuchten und nassen Standorten / Wiedervernässung (Kiebitz (R/W), Goldregenpfeifer (R/W), Großer Brachvogel (R/W))
      • Maßnahmen im Acker (Kiebitz (R/W), Goldregenpfeifer (R/W))
      • Anlage von Flachgewässern / Blänken (Kiebitz (R/W), Goldregenpfeifer (R/W), Großer Brachvogel (R/W))

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Röhrichten sowie von Ruhe-/Schlafgewässern.

  2. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen oder Grünlandflächen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen als Nahrungshabitate außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 01.10. bis 15.12. sowie 15.02. bis 15.04. (Kranich (R/W))
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Maßnahmen zur Herstellung von Nahrungshabitaten im Acker (Kranich (R/W))

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffer 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen als Nahrungshabitate außerhalb des Wirkungsbereichs der WEA umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 15.08. bis 15.09. (Mornellregenpfeifer)
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Bereitstellen geeigneter Rasthabitate zur Zugzeit (Mornellregenpfeifer)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Maßnahmen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Beeinträchtigung von Brutvorkommen der Art, da diese als Tabu-Standorte zu werten sind.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich, sofern die in Anspruch genommenen Flächen in einem Abstand von weniger als 500 m zu einem Schutzgebiet (Natura 2000-Gebiet, Naturschutzgebiet, Nationalpark) liegen. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen. Bei weiter als 500 m entfernt gelegenen Schutzgebieten sind in NRW grundsätzlich keine Beeinträchtigungen der Art zu erwarten.

  1. Keine Beeinträchtigung von Brutkolonien (ab ≥5 Brutpaare) der Art, da diese als Tabu-Standorte zu werten sind.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

  1. Keine Beeinträchtigung von Brutvorkommen der Art, da diese als Tabu-Standorte zu werten sind.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Fledermäuse
  1. a.) Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen.
    b.) Keine Entnahme von Höhlenbäumen.

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Entnahme von Höhlenbäumen, Ziffer 1.b) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.


Generelle Maßnahmen für alle WEA-empfindlichen Fledermausarten

  1. Abschaltung der WEA mit einem Abschaltalgorithmus für kollisionsgefährdete Fledermausarten (vom 01.04. bis 31.10. zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang bei Temperaturen von >10 °C und Windgeschwindigkeiten von <6 m/s in Gondelhöhe). Gegebenenfalls anlagenspezifische Optimierung des Abschaltalgorithmus entsprechend der standörtlichen Fledermausaktivität auf der Grundlage eines 2-jährigen Gondelmonitorings.

  1. Keine Beeinträchtigung von Vorkommen der Art, da diese als Tabu-Standorte zu werten sind.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

2.) Sonstige planungsrelevante Arten, bei denen bau- und anlagebedingte Beeinträchtigungen zu erwarten sind

Art Maßnahmen zur Minderung bau- und anlagebedingter Beeinträchtigungen
Laub- und Laubmischwälder
  1. Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen.

  2. Bei einer Inanspruchnahme von Windwurf- und Kalamitätsflächen und Vorwald-Stadien sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 15.04. bis 15.08. (Baumpieper)
    • 01.04. bis 15.07. (Gartenrotschwanz)
    • 15.03. bis 31.07. (Heidelerche)
    • 15.04. bis 31.07. (Nachtigall)
    • 01.05. bis 31.07. (Pirol)
    • 15.04. bis 31.07. (Turteltaube)
    • 01.03. bis 31.07. (Waldschnepfe)
    • 01.04. bis 31.07. (Weidenmeise)
    • nicht erforderlich (Bechsteinfledermaus)
    • nicht erforderlich (Braunes Langohr)
    • 01.11. bis 30.04. (Haselmaus)
    • 01.04. bis 30.09. (Wildkatze)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen, Ziffer 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen sowie von Windwurf- und Kalamitätsflächen und Vorwald-Stadien. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich, sofern die in Anspruch genommenen Flächen in einem Abstand von weniger als 500 m zu einem Schutzgebiet (Natura 2000-Gebiet, Naturschutzgebiet, Nationalpark) liegen. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen. Bei weiter als 500 m entfernt gelegenen Schutzgebieten sind in NRW grundsätzlich keine Beeinträchtigungen der Art zu erwarten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Laub- und Laubmischwaldflächen sowie von Windwurf- und Kalamitätsflächen und Vorwald-Stadien. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Die betreffenden Amphibienarten müssen bzgl. der Landlebensräume im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

Nadelwälder
  1. Bei einer Inanspruchnahme von Nadelwaldflächen sowie von Windwurf- und Kalamitätsflächen und Vorwald-Stadien sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 15.04. bis 15.08. (Baumpieper)
    • 01.04. bis 15.07. (Gartenrotschwanz)
    • 15.03. bis 31.07. (Heidelerche)
    • 15.03. bis 15.07. (Tannenhäher)
    • 01.04. bis 30.09. (Wildkatze)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Nadelwaldflächen sowie von Windwurf- und Kalamitätsflächen und Vorwald-Stadien. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Kleingehölze, Alleen, Bäume, Gebüsche, Hecken
  1. Keine großflächige Inanspruchnahme (>200m²) von Kleingehölzen pro WEA etc..

  2. Bei einer kleinflächigen Inanspruchnahme (<200m²) von Kleingehölzen, Einzelbäumen etc. pro WEA sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 15.04. bis 15.08. (Baumpieper)
      • 01.04. bis 15.08. (Bluthänfling)
      • 15.04. bis 31.07. (Feldschwirl)
      • 01.04. bis 15.07. (Gartenrotschwanz)
      • 15.04. bis 31.07. (Nachtigall)
      • 01.05. bis 15.08. (Neuntöter)
      • 15.04. bis 31.07. (Orpheusspötter)
      • 01.05. bis 31.07. (Pirol)
      • 01.04. bis 31.07. (Raubwürger)
      • 01.04. bis 31.07. (Schwarzkehlchen)
      • 15.04. bis 31.07. (Turteltaube)
      • 01.04. bis 31.07. (Weidenmeise)
      • nicht erforderlich (Bechsteinfledermaus)
      • nicht erforderlich (Braunes Langohr)
      • 01.11. bis 30.04. (Haselmaus)
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Auflichtung von Wäldern / Waldrändern und Anlage von Krautsäumen (Baumpieper)
      • Neuanlage von Baumhecken oder Einzelbäumen (Baumpieper)
      • Entwicklung von kurzrasig-strukturierter Krautschicht (Baumpieper)
      • Entwicklung und Optimierung von Nisthabitaten (Bluthänfling)
      • Steuerung der Sukzession; Anlage von Hochstaudenfluren (Feldschwirl)
      • Entwicklung und Optimierung baumbestandenen Grünlandes (Streuobstwiesen, Kopfbäume) (Gartenrotschwanz)
      • Entwicklung von strukturreichen Gehölzbeständen (Nachtigall)
      • Anlage und Optimierung von Nisthabitaten (Neuntöter)
      • Anlage von zur Nestanlage geeigneten Strukturen (Gestrüppwälle, Reisighaufen) (Neuntöter)
      • Steuerung der Sukzession; Entwicklung offener, gebüschreicher Standorte (Orpheusspötter)
      • Optimierung von Gehölzhabitaten (Auflichten dichter Gehölzbestände) (Pirol)
      • Auflichten dichter Gehölzbestände (Raubwürger)
      • Entwicklung von Extensivgrünland (Raubwürger)
      • Entwicklung von Kleinstrukturen (Anlage von Gehölzen etc.) (Raubwürger)
      • Entwicklung von Extensivgrünland (Schwarzkehlchen)
      • Entwicklung von Brachen (Schwarzkehlchen)
      • Auflichtung von Wäldern, Strukturierung von Waldrändern mit Saum (Turteltaube)
      • Entwicklung und Pflege von Nahrungshabitaten (Turteltaube)
      • Entwicklung von strukturreichen Gehölzbeständen (Weidenmeise)
      • Förderung von weichholzigen, grobborkigen Baumarten (Weidenmeise)
      • Anlage von linienhaften Gehölzstrukturen (Bechsteinfledermaus)
      • Anlage von linienhaften Gehölzstrukturen (Braunes Langohr)
      • Umwandlung monoton gleichaltriger Bestände in strukturreiche ungleichaltrige Bestände (Haselmaus)
      • Anlage von arten- und strukturreichen Waldinnen- und außenmänteln (Haselmaus)
      • Anlage von Gehölzen (zwecks Verbesserung des Habitatverbundes) (Haselmaus)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen und Ausgleichsmaßnahmen, Ziffer 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Kleingehölzen, Einzelbäumen etc.. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich, sofern die in Anspruch genommenen Flächen in einem Abstand von weniger als 500 m zu einem Schutzgebiet (Natura 2000-Gebiet, Naturschutzgebiet, Nationalpark) liegen. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen. Bei weiter als 500 m entfernt gelegenen Schutzgebieten sind in NRW grundsätzlich keine Beeinträchtigungen der Art zu erwarten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Kleingehölzen, Einzelbäumen etc.. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Die betreffenden Amphibienarten müssen bzgl. der Landlebensräume im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

Höhlenbäume
  1. Keine Entnahme von Höhlenbäumen während der Nutzungszeiten
    a.) von höhlenbrütenden Vogelarten, während der Brutzeit: 01.03. bis 31.07.
    b.) von höhlenbewohnenden Fledermausarten, während der Wochenstubenzeit: 01.04. bis 31.08.

  2. Bei Bautätigkeiten in einem Abstand von <100m zu Höhlenbäumen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 15.03. bis 31.07. (Grauspecht)
    • 01.03. bis 30.06. (Kleinspecht)
    • 01.03. bis 15.07. (Mittelspecht)
    • 01.03. bis 31.07. (Raufußkauz)
    • 01.03. bis 30.06. (Schwarzspecht)
    • 01.03. bis 31.07. (Sperlingskauz)
    • 15.03. bis 15.07. (Steinkauz)
    • 15.02. bis 30.06. (Waldkauz)
    • 01.04. bis 31.07. (Wendehals)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Entnahme oder Beeinträchtigung von Höhlenbäumen sowie der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen, Ziffern 1. und 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

Höhlenbäume mit Vorkommen der betreffenden Arten müssen im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

  1. Keine Entnahme von Höhlenbäumen und keine Beeinträchtigungen im direkten Nahbereich von Höhlenbäumen (<100m). Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Horstbäume
  1. Keine Entnahme oder Beeinträchtigung von Horstbäumen
    a.) von Einzelbrütern (Habicht, Mäusebussard, Sperber, Waldohreule), während der Brutzeit: 01.03. bis 31.07.
    b.) von Koloniebrütern (Graureiher, Kormoran, Löffler, Saatkrähe), auch außerhalb der Brutzeit.

  2. Bei Bautätigkeiten in einem Abstand von <100m zu Horstbäumen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 15.02. bis 31.07. (Graureiher)
    • 01.03. bis 31.07. (Habicht)
    • 15.02. bis 15.09. (Kormoran (B))
    • 01.04. bis 31.07. (Löffler (B))
    • 01.04. bis 31.07. (Mäusebussard)
    • 15.02. bis 31.07. (Saatkrähe)
    • 01.04. bis 31.07. (Sperber)
    • 01.03. bis 31.07. (Waldohreule)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Entnahme oder Beeinträchtigung von Horstbäumen sowie der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen, Ziffern 1. und 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

Baumbruten des Turmfalken sind extrem selten in NRW und müssen im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

Äcker
  1. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 01.04. bis 31.07. (Feldlerche)
      • 01.04. bis 31.07. (Rebhuhn)
      • 01.05. bis 31.07. (Wachtel)
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Entwicklungsmaßnahmen im Ackerland (Feldlerche)
      • Anlage von Feldlerchenfenstern (Feldlerche)
      • Habitatoptimierung im Acker (Rebhuhn)
      • Entwicklungsmaßnahmen im Ackerland (Wachtel)
      • Anlage von Extensivgrünland (Wachtel)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen und Ausgleichsmaßnahmen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Bei einer Inanspruchnahme von Ackerflächen sind geeignete Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen:

    • Entwicklung und Pflege von Habitaten im Acker (Feldhamster)
  2. Vor Bautätigkeit: Kontrolle der durch Bautätigkeiten beanspruchten Ackerflächen auf Feldhamstervorkommen (Baue) im Rahmen der ökologischen Baubegleitung. Gegebenenfalls Fang und Umsiedelung der Tiere.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

  1. Keine Inanspruchnahme von Ackerflächen. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Säume, Hochstaudenfluren
  1. Bei einer Inanspruchnahme von Säumen und Hochstaudenfluren sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 01.04. bis 31.07. (Feldlerche)
      • 15.04. bis 31.07. (Feldschwirl)
      • 15.04. bis 31.07. (Nachtigall)
      • 01.04. bis 31.07. (Rebhuhn)
      • 01.04. bis 31.07. (Schwarzkehlchen)
      • 01.05. bis 31.07. (Wachtel)
      • 01.04. bis 31.07. (Wiesenpieper)
      • 15.09. bis 15.04. (Mauereidechse, Winterruhe)
      • 01.10. bis 15.04. (Schlingnatter, Winterruhe)
      • 01.09. bis 15.04. (Zauneidechse, Winterruhe)
      • 01.06. bis 15.09. (Nachtkerzen-Schwärmer, Raupenzeit)
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Entwicklungsmaßnahmen im Ackerland (Feldlerche)
      • Anlage von Feldlerchenfenstern (Feldlerche)
      • Steuerung der Sukzession; Anlage von Hochstaudenfluren (Feldschwirl)
      • Habitatoptimierung im Acker (Rebhuhn)
      • Entwicklung von Extensivgrünland (Schwarzkehlchen)
      • Entwicklung von Brachen (Schwarzkehlchen)
      • Entwicklungsmaßnahmen im Ackerland (Wachtel)
      • Anlage von Extensivgrünland (Wachtel)
      • Entwicklung von Habitaten im Grünland (Wiesenpieper)
      • Anlage von vegetationsarmen Flächen, Entwicklung von Krautsäumen als Nahrungsflächen etc. (Mauereidechse)
      • Anlage / Entwicklung von Extensivgrünland etc. (Schlingnatter)
      • Anlage / Entwicklung von Extensivgrünland etc. (Zauneidechse)
      • Anlage von feuchten Hochstaudenfluren (Nachtkerzen-Schwärmer)
      • Steuerung der Sukzession (Nachtkerzen-Schwärmer)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen und Ausgleichsmaßnahmen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Säumen und Hochstaudenfluren. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Die betreffenden Amphibienarten müssen bzgl. der Landlebensräume im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

Grünland
  1. Bei einer Inanspruchnahme von Grünlandflächen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten sowie geeignete Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen.

    1. Bauzeitenbeschränkung:

      • 15.04. bis 15.08. (Baumpieper)
      • 01.04. bis 31.07. (Feldlerche)
      • 15.04. bis 31.07. (Feldschwirl)
      • 15.03. bis 31.07. (Heidelerche)
      • 01.04. bis 31.07. (Knäkente (B))
      • 15.03. bis 31.07. (Krickente (B))
      • 01.04. bis 15.08. (Löffelente (B))
      • 15.04. bis 31.07. (Orpheusspötter)
      • 01.04. bis 31.07. (Rebhuhn)
      • 01.04. bis 31.07. (Schwarzkehlchen)
      • 01.04. bis 31.07. (Wiesenpieper)
      • 01.10. bis 15.04. (Schlingnatter, Winterruhe)
      • 01.09. bis 15.04. (Zauneidechse, Winterruhe)
    2. Ausgleichsmaßnahmen:

      • Entwicklung von kurzrasig-strukturierter Krautschicht (Baumpieper)
      • Anlage von Extensivgrünland (Feldlerche)
      • Anlage von Feldlerchenfenstern (Feldlerche)
      • Steuerung der Sukzession; Anlage von Hochstaudenfluren (Feldschwirl)
      • Entwicklung von halboffenen Habitaten (Maßnahmenkombination) (Heidelerche)
      • Entwicklung von Habitaten in Grünlandgebieten (Knäkente (B))
      • Entwicklung von Habitaten in ehemaligen Altarmen und Altwässern (Knäkente (B))
      • Entwicklung von Habitaten in Grünlandgebieten (Krickente (B))
      • Entwicklung von Habitaten in ehemaligen Altarmen und Altwässern (Krickente (B))
      • Entwicklung von Habitaten in Grünlandgebieten (Löffelente (B))
      • Entwicklung von Habitaten in ehemaligen Altarmen und Altwässern (Löffelente (B))
      • Steuerung der Sukzession; Anlage von Hochstaudenfluren (Orpheusspötter)
      • Habitatoptimierung im Grünland (Rebhuhn)
      • Entwicklung von Extensivgrünland (Schwarzkehlchen)
      • Entwicklung von Brachen (Schwarzkehlchen)
      • Entwicklung von Habitaten in Grünlandgebieten (Wiesenpieper)
      • Anlage / Entwicklung von Extensivgrünland etc. (Schlingnatter)
      • Anlage / Entwicklung von Extensivgrünland etc. (Zauneidechse)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen und Ausgleichsmaßnahmen, Ziffer 1.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Grünlandflächen. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich, sofern die in Anspruch genommenen Flächen in einem Abstand von weniger als 500 m zu einem Schutzgebiet (Natura 2000-Gebiet, Naturschutzgebiet, Nationalpark) liegen. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen. Bei weiter als 500 m entfernt gelegenen Schutzgebieten sind in NRW grundsätzlich keine Beeinträchtigungen der Art zu erwarten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Grünlandflächen. Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Die betreffenden Wasservogel/Rastvogelarten müssen bzgl. der Grünlandflächen im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

Die betreffenden Amphibienarten müssen bzgl. der Landlebensräume im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

Röhrichte
  1. Keine Inanspruchnahme von Röhrichten.

  2. Bei Bautätigkeiten in einem Abstand von <100m zu Röhrichten sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.04. bis 31.07. (Blaukehlchen)
    • 15.04. bis 31.07. (Feldschwirl)
    • 01.04. bis 31.07. (Knäkente (B))
    • 15.03. bis 31.07. (Krickente (B))
    • 01.04. bis 15.08. (Löffelente (B))
    • 01.04. bis 31.07. (Rohrammer)
    • 01.04. bis 31.07. (Schnatterente (B))
    • 15.05. bis 31.08. (Teichrohrsänger)
    • 15.03. bis 31.07. (Wasserralle)
    • 15.02. bis 15.08. (Laubfrosch)
    • 15.01. bis 15.08. (Springfrosch)

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen, Ziffer 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Röhrichten und dem direkten Nahbereich von Röhrichten (<500m). Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich, sofern die in Anspruch genommenen Flächen in einem Abstand von weniger als 500 m zu einem Schutzgebiet (Natura 2000-Gebiet, Naturschutzgebiet, Nationalpark) liegen. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen. Bei weiter als 500 m entfernt gelegenen Schutzgebieten sind in NRW grundsätzlich keine Beeinträchtigungen der Art zu erwarten.

Die betreffenden Arten müssen bzgl. der Rasthabitate/Schlafplätze im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

Gewässer
  1. Keine Inanspruchnahme von Fließgewässern und Stillgewässern (Teiche, Tümpel, Regenbecken etc.) durch Anlagenstandorte.

  2. Bei Bautätigkeiten in einem Abstand von <100m zu Gewässern sowie bei Fließgewässerquerungen sind geeignete Bauzeitenbeschränkungen einzuhalten:

    • 01.04. bis 31.07. (Blaukehlchen)
    • 15.03. bis 30.06. (Brandgans (B))
    • 15.03. bis 30.09. (Eisvogel)
    • 01.04. bis 15.08. (Flussregenpfeifer)
    • 15.03. bis 15.05. (Gänsesäger (B))
    • 01.04. bis 31.07. (Knäkente (B))
    • 15.03. bis 31.07. (Krickente (B))
    • 01.04. bis 15.08. (Löffelente (B))
    • 01.04. bis 31.07. (Schnatterente (B))
    • 01.04. bis 31.08. (Tafelente (B))
    • 01.04. bis 31.07. (Teichhuhn (B))
    • 15.05. bis 31.08. (Teichrohrsänger)
    • 15.04. bis 15.09. (Uferschwalbe)
    • 15.03. bis 31.07. (Wasserralle)
    • 15.03. bis 15.09. (Zwergtaucher (B))
    • 01.03. bis 30.09. (Geburtshelferkröte)
    • 15.02. bis 30.09. (Kammmolch)
    • 01.03. bis 30.09. (Kleiner Wasserfrosch)
    • 01.04. bis 30.09. (Kreuzkröte)
    • 15.02. bis 15.08. (Laubfrosch)
    • 15.02. bis 30.09. (Moorfrosch)
    • 15.01. bis 15.08. (Springfrosch)
    • 01.03. bis 30.09. (Wechselkröte)
    • 01.06. bis 15.09. (Nachtkerzen-Schwärmer, Raupenzeit)

    Sofern bei Amphibien ggfs. Amphibienleiteinrichtungen vorgesehen werden, sind für diese Arten keine Bauzeitenbeschränkungen erforderlich.

Widerlegung der Regelvermutung (bzgl. der Notwendigkeit von Bauzeitenbeschränkungen, Ziffer 2.) möglich, durch den Ausschluss der Lebensraumeignung auf Grundlage der Biotopkartierung, oder durch den Ausschluss des Vorkommens der Art auf Grundlage aktueller Kartierdaten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Stillgewässern (Teiche, Tümpel etc.) und dem direkten Nahbereich von Stillgewässern (<500m). Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich, sofern die in Anspruch genommenen Flächen in einem Abstand von weniger als 500 m zu einem Schutzgebiet (Natura 2000-Gebiet, Naturschutzgebiet, Nationalpark) liegen. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen. Bei weiter als 500 m entfernt gelegenen Schutzgebieten sind in NRW grundsätzlich keine Beeinträchtigungen der Art zu erwarten.

  1. Keine Inanspruchnahme von Stillgewässern (Teiche, Tümpel etc.) und dem direkten Nahbereich von Stillgewässern (<500m). Von der Art besiedelte Flächen sind als Tabu-Standorte zu werten.

Die Genehmigung von WEA ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem LANUV und ggfs. auf Grundlage aktueller Kartierdaten möglich. Die Abstimmung mit dem LANUV dient u.a. zur Klärung, ob überhaupt Vorkommen der Art im Wirkbereich der WEA liegen können (was bei der Art auch außerhalb von Schutzgebieten möglich ist) sowie ggfs. zur Abstimmung geeigneter wirksamer Schutzmaßnahmen.

Die betreffenden Arten müssen bzgl. der Gewässerlebensräume im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.

Die betreffenden Wasservogel/Rastvogelarten müssen bzgl. der Gewässerlebensräume im Rahmen der BImSchG-Verfahren für Windenergievorhaben nicht weiter betrachtet werden.



(B) = Brutvorkommen
(R/W) = Rast-/Wintervorkommen