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Verbreitungskarten

Mornellregenpfeifer  (Charadrius morinellus (Linnaeus, 1758))

(Syn.: Eudromias morinellus)

EU-Code: A139

VS-Anh. I

Rote Liste 2016 NRW (Wandernde Vogelarten): 1
Rote Liste 2010 NRW: k.A.
Rote Liste D: 0
Status in NRW: R; Erhaltungszustand in NRW (ATL): S
Status in NRW: R; Erhaltungszustand in NRW (KON):

Mornellregenpfeifer (Charadrius morinellus)
© Foto: Martin Woike, Haan

Der etwa 22 cm große Mornellregenpfeifer ist ein kontrastreich gefärbter, kleiner Watvogel. Im Sommer haben die Tiere eine graue Oberseite und eine weiße Kehle. Die braune Brust ist durch ein weißes Band vom rostrot und schwarz gefärbten Bauch absetzt. Im Winter ist die Zeichnung weniger stark ausgeprägt. Charakteristisch sind aber immer die breiten, weißen Augenstreifen und der dunkle Scheitel. Der Ruf ist ein pfeifendes „titi-ri-titi-ri“, das wiederholt vorgetragen wird. Die Nahrung besteht vor allem aus kleinen Insekten und Schnecken.

Der Mornellregenpfeifer kommt in Nordrhein-Westfalen als regelmäßiger, aber seltener Durchzügler vor. Die Brutgebiete befinden sich in den steinigen Bergregionen und Tundren Nordeuropas und Nordrusslands. Die Vögel erscheinen auf dem Herbstdurchzug in der Zeit von Mitte August bis Mitte September. Als Rastgebiete nutzt der Mornellregenpfeifer offene Agrarflächen in großräumigen Bördelandschaften. Dort suchen die Tiere auf Stoppelfeldern in Kuppenlage ihre Nahrung.

In Nordrhein-Westfalen kommt der Mornellregenpfeifer neben dem Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“ auch in der Kölner Bucht vor. Der Maximalbestand des Durchzugs wird auf unter 100 Individuen geschätzt (2018). Die durchschnittliche Größe der rastenden Trupps liegt bei bis zu 10 Individuen.