Artinformationen

Artenschutzmaßnahmen

  • Status und Habitat
  • Maßnahmen
  • Quellen

Bestandserfassung

Verbreitungskarten

Mückenfledermaus  (Pipistrellus pygmaeus (Leach, 1825))

EU-Code: nicht vergeben

Biologie/Lebenszyklus

Imagines/Alttiere

Phänologie
Paarungszeit
  • Auftreten von Paarungsgesellschaften ab Anfang August, Dauer nicht bekannt
Geburtszeit
  • ab Mitte Juni
Säugezeit
  • 5 Wochen
Bezug des Sommerquartiers
  • Bezug der Wochenstuben: ab Ende April bis Mitte Mai
Auflösung des Sommerquartiers
  • Auflösen der Wochenstuben: August
Nutzung von Zwischenquartieren
  • Paarungsquartiere der Männchen in Baumhöhlen oder Nistkästen
  • dort territoriales Verhalten ähnlich der Rauhhautfledermaus. Während der Wochenstubenzeit „Ausflüge" in Einzelquartiere bekannt
Bezug des Winterquartiers
  • ab Oktober
Winterschlaf
  • September/Oktober – März/April
Reproduktion
Anzahl Jungtiere
  • 1 Junges pro Fortpflanzungssaison
Anzahl Zyklen
  • 1 pro Jahr
Mobilität
Aktionsraum
  • k. A
Wanderstrecke
  • noch nicht bekannt, es wird aber ein Migrationverhalten erwartet, Aufschluss über Wanderungen der Art wird durch verstärkte Beringungsaktivität erwartet
Aktivität
Tageszeitliche Aktivität
  • Vermutlich ähnlich wie bei der Zwergfledermaus
Lebensdauer
  • k.A.
Ernährung
  • Hauptsächlich kleine Fluginsekten, Gnitzen, Mücken, und diverse kleine Dipteren
Nahrungserwerb
  • entlang von Waldschneisen, Ufern, und in lichten Hartholzauwald jagend, im freien Luftraum in der Regel in einigen Metern Entfernung zur Vegetation in einer durchschnittlichen Flughöhe von 3-6 m. Der schnelle, wendige Flug ähnelt dem der Zwergfledermaus
Entfernung zwischen Quartieren und Jagdgebieten
  • In der Regel 3 km
Ortstreue
  • noch nicht bekannt
  • Nachweise von Männchen im selben Nistkasten vorhanden

Jungtiere

Phänologie
Flugfähigkeit
  • Nachweise von flüggen Jungtieren am 28.06.2002, ca. 4 Wochen nach Geburt (ab Mitte Juli)
Geschlechtsreife
  • Geschlechtsreife bei Weibchen im ersten Jahr bekannt

Überwinterung

Überwinterungsmodus
  • k.A.

Populationsbiologie

Populationsstruktur
  • k.A.
Populationsdichte
  • k.A.
Quartiergröße
  • Wochenstubenkolonien sind anscheinend deutlich größer als die der Zwergfledermaus
  • Koloniegrößen von über 100 sind typisch. Es wurden aber auch Wochenstubenverbände von über 1000 Tieren gefunden
Geschlechterverhältnis
  • k. A.
Mortalität
  • k. A.

Biogeografie

Lebensraum

Wochenstuben (Weibchen)
  • Nachweise von Quartieren an einer Jagdkanzel und in Gebäuden in Auwaldgebieten, im Fachwerk eines Forsthauses. in einem Pumpenhäuschen (Wochenstube mit über 100 Tieren)
Zwischenquartiere
  • Paarungsquartiere der Männchen in Baumhöhlen oder Nistkästen
  • dort territoriales Verhalten ähnlich der Rauhhautfledermaus
Winterquartiere
  • ein Nachweis hinter Baumrinde in einem Park, zwei Nachweise in Gebäuden, in einem Fall zusammen mit Zwergfledermäusen. im Fachwerk eines Forsthauses
  • auch als Wochenstube genutzt
  • Temperatur: k. A.
  • Luftfeuchte: k .A.
Sommerquartiere (v.a. Männchen)
  • Ähnlich denen der Zwergfledermaus: Spaltenquartiere in und an Gebäuden, Bauten am Ortsrand oder im Wald (zum Beispiel Jagdkanzeln), Fassadenverkleidungen einzeln stehender Gebäude, Fensterläden, Mauerhohlräume. Balzquartiere in Baumhöhlen und ersatzweise in Nistkästen
Sommerlebensraum
  • Im Norden regelmäßig in Waldgebieten, im mittleren Deutschland vor allem in Auwäldern. Im allgemeinen werden parkähnliche, wasserreiche, Tallagen mit Strauch- und Baumbewuchs bevorzugt besiedelt, aber auch Nadelmischwälder in Gewässernähe
Bevorzugte (Vegetations)struktur in Jagdgebieten
  • Wald, baum- und strauchreiches Offenland, Auwälder, Laubwälder, Nadelmischwald oder lichter Kiefernmischwald in Gewässernähe, auch Straßenlaternen

Verbreitung

Gesamtverbreitung
  • Nordgrenze in Irland, Schottland, Südskandinavien, St.Petersburg
(Mittel-)europa
  • Noch nicht endgültig geklärt, vermutlich aber in ganz ME verbreitet
Deutschland
  • Im Norden häufiger als im Süden, flächendeckend vorhanden
Nordrhein-Westfalen
  • Verbreitung in NRW ist noch unklar. Es werden aber regelmäßig Beobachtungen gemacht. Auch Wochenstuben sind vereinzelt vorhanden. Ein Schwerpunkt der Verbreitung scheint das Rheintal zu sein. In tieferen Lagen Westfalens regelmäßig

Artenschutzprojekte

Projekte in Nordrhein-Westfalen
  • Keine bekannt